Genossenschaftliches Wohnen seit 1902

Ratgeber der WBV Neukölln eG

Kuschlig durch den Winter

Jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden und draußen der kalte Wind pfeift, ist man gern daheim und macht es sich ge¬mütlich. Eingekuschelt auf dem Sofa, ein gutes Buch zur Hand, und schon ist der Schneeregen vergessen. 

Damit es im Frühjahr kein böses „Schimmel-Erwachen“ gibt, erläutern wir nachfolgend die physikalischen Grundlagen und geben Hinweise für ein schimmelfreies Wohnen: In der Luft existieren ganzjährig diverse Arten von Schimmelpilzen. Entsprechend sind sie somit auch in Gebäuden und Wohnungen messbar. Ob sich Schimmel an den Wänden bildet, ist abhängig vom Zustand der Umgebung. Ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 55% und einer Raumtemperatur unter 20° besteht ein günstiges Raumklima für Schimmelwachstum. Die Ursache hierfür liegt meist in einem falschen Lüftungs-bzw. Heizverhalten. Ein erstes Anzeichen sind feuchte Fensterscheiben, da diese die kältesten Stellen im Raum darstellen. An den Fenster¬scheiben kondensiert die Feuchtigkeit aus, die nicht aus dem Raum gelassen wird.

Wie kann der Bewohner dem Schimmel vorbeugen:

- Mindestens 2-3 mal täglich alle Zimmer zeitgleich lüften, im Bad nach jedem Duschen. Fenster komplett öffnen und ca. 2-5 Minuten lüften, wenn möglich querlüften. Das Ankippen der Fenster reicht nicht aus.

- Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 50% bleiben. Entsprechende Messgeräte erhält man bereits unter 10,00¤ im Fachhandel.

- Die Zimmertemperatur sollte mindestens bei 20° liegen.

- Möbel sollten nicht an Außenwände gestellt werden, damit eine Luftzirkulation an der Außenwand stattfinden kann. Andernfalls sollten mindestens 5cm Abstand zur Außenwand eingehalten werden.

Fenster auf Dauer-Kippstellung führt zum Schimmelbefall!
Das langfristige Ankippen der Fenster in der kalten Jahreszeit kann zu einer Schimmelbildung beitragen. Bei dieser Lüftungs¬weise findet nur ein geringer Luftaustausch statt. Da die Sturz¬bereiche der Fensterlaibung bei gekipptem Fenster stark aus¬kühlen, kondensiert die noch vorhandene Luftfeuchtigkeit nach dem Schließen des Fensters an den kalten Zonen aus. Hierbei kann es in diesen Bereichen zur Schimmelbildung kommen.

Sonderfall Loggia:

Die Loggia zählt energetisch nicht als Wohnraum. Diesbezüglich wird die Loggia wie ein Balkon bei den Mietkosten auch nur zu 50% angerechnet. Die Loggia darf nicht über das angrenzen¬de Zimmer „beheizt“ werden. Daher sollten Sie die Tür zur Loggia geschlossen halten. Ebenso ist die Loggia in den kalten Jahres¬zeiten nicht als Abstellort für Hydropflanzen geeignet, da diese extrem viel Feuchtigkeit kondensieren.

Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen oder Fragen haben, steht Ihnen der zuständige Bauleiter Ihrer Wohnanlage gern zur Verfügung.

Dezember 2016, Scha

Anlage 4 des Dauernutzungsvertrages

Hinweise für richtiges Lüften und Heizen in Wohnungen
In zunehmendem Maße werden im Winterhalbjahr in vielen Wohnungen, vor allem an der Innenseite von Außenwänden, vielfach auch hinter Möbelstücken, feuchte Stellen und Stockflecken beobachtet. Im fortgeschrittenem Stadium können sich Schimmelpilze bilden, Tapeten ablösen und ein modriger Geruch entstehen. Diese Erscheinungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner, sondern auch die Bausubstanz wird angegriffen. Daher bitten wir Sie, nachfolgend aufgeführte Empfehlungen dringend zu beachten.

I. Richtiges Heizen
1. Heizen Sie alle Räume ausreichend
2. Unterbindung von Luftzirkulation ist zu vermeiden.
3. Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe der Heizkörper durch Verkleidungen,Vorhänge oder Möbel.
4. Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen stets geschlossen.

II. Richtiges Lüften
1. Raum- und Wohnungslüftung bedarfsgerecht durchführen.
2. Mehrmals tägliche Stoßlüftung wird empfohlen.
3. Vermeiden Sie Dauerlüften während der Heizperiode
4. Schließen Sie während der Stoßlüftung die Heizkörperventile
5. Größere Wasserdampfmengen sofort abführen

III. Besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit bei Loggien
Hinweise zur Nutzergartenpflege

Die den Mitgliedern überlassenen Hausgärten dienen der Erholung und Entspannung. Bitte beachten Sie nachfolgende Plegehinweise, die im Wortlaut Bestandteil unserer Gartenordnung geworden sind.

1. Pflege
2. Anpflanzungen
3. Abgrenzungen
4. Wasser
5. Schuppen, Lauben, Zelte und sonstige Baulichkeiten
6. Baufreiheit
7. Schutz vor Belästigungen